Zollkodex

Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als 1,9 Milliarden solcher Pakete in die EU gelangten. Rund 90 Prozent dieser Produkte entsprachen dabei nicht den EU-Vorschriften, und etwa zwei Drittel der nicht konformen Produkte galten sogar als gefährlich.

Katarina Barley, Vizepräsidentin des EU-Parlaments und Mitglied im Binnenmarktausschuss:

„Chinesische Online-Plattformen wie Temu und Shein maximieren ihre Gewinne, indem sie europäische Umwelt- und Gesundheitsstandards missachten. Sie verletzen europäische Einfuhrbestimmungen und missbrauchen die Zollfreigrenze von 150 Euro.

Dazu müssen wir den europäischen Zoll stärken und Schlupflöcher wie die Zollfreigrenze schließen, um Missbrauch zu verhindern.

Quelle: spdeuropa.de