Erinnerungskultur ist gut für Deutschland

Der offensive Umgang mit der eigenen Geschichte ist der beste Weg, den Deutschland gehen konnte und gehen kann. Er erinnert uns daran, dass unsere demokratischen Errungenschaften nicht selbstverständlich sind. Die SPD-Bundestagsfraktion steht deswegen für eine solide finanzielle Ausstattung von Gedenkstätten und Gedenkorten.

„Sich mit den dunklen Seiten der Vergangenheit an zentraler Stelle auseinander zu setzen ist keine Schande. Im Gegenteil: Es zeugt von Selbstbewusstsein und Stärke, seine eigene Geschichte aufzuarbeiten und daraus Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Leider haben das einige Menschen immer noch nicht begriffen; das zeigen die Diskussionen der vergangenen Tage.

Am Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz gedenkt der Deutsche Bundestag der Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Jahr steht die Gedenkstunde im Zeichen der Erinnerung an die Opfer der sogenannten Euthanasie-Morde. Wissenschaftler gehen von 300.000 Menschen aus, die aufgrund körperlicher und geistiger Krankheiten oder Behinderungen unter den Nationalsozialisten als nicht lebenswert galten und systematisch ermordet wurden. Vielen Menschen ist diese Opfergruppe kaum bekannt. Ich bin deswegen sehr froh, dass sie heute im Mittelpunkt des Gedenkens steht.

Die Zeitzeugen des Nationalsozialismus werden immer weniger. Damit auch in Zukunft die Erinnerung an die Gräuel dieser Zeit wachgehalten wird, kommt den Gedenkstätten und den Denkmälern in Deutschland und im Ausland eine zentrale Rolle zu. Als SPD-Bundestagsfraktion setzen wir uns daher für eine gute finanzielle Ausstattung dieser Erinnerungsorte ein“.

Hiltrud Lotze, zuständige Berichterstatterin, auf spdfraktion.de