Ruppert Stüwe zur UK-Rückkehr ins EU-Forschungsprogramm

Nach langen Verhandlungen in Folge des Brexits steht das Vereinigte Königreich vor einer Rückkehr zum Forschungsförderungsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union. Die Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich im Bereich der Forschung wird damit für die kommenden Jahre auf eine neue Grundlage gestellt.

„Nach über dreijährigem – von der britischen Regierung selbstgewähltem – Ausschluss der Wissenschaft ihres Landes aus der EU-Forschungsförderung und langen politischen Verhandlungen können Forschende aus Europa und dem Vereinigten Königreich ab heute wieder gemeinsam Fördermittel in ‚Horizon Europe‘ beantragen, dem weltweit größten vergemeinschafteten Förderprogramm für Forschung und Innovation. Das sind hervorragende Nachrichten für Europas geeinte Wissenschaft. Auch zur Erdüberwachung des Europäischen Copernicus Programms – essenziell wichtig für die Erforschung des Klimawandels und seiner Folgen – hat die britische Wissenschaft ab heute wieder Zugang. An der Wissenschaft zeigt sich, dass Zusammenarbeit und Integration über nationale Grenzen hinweg unverzichtbar sind.

2023 ist auch das European Year of Skills. Es wäre hervorragend, wenn nun auch der Bildungs- und Kulturaustausch zwischen Europa und dem Vereinigten Königreich wieder Schwung bekommt. Denn international gemeinsam zu lernen, das soll sich jeder Mensch unabhängig vom Geldbeutel leisten können. Auch hier müsste die britische Regierung über ihren ideologischen Schatten springen, damit sich europäische und britische Studierende, Auszubildende und Ausbildende wieder zu ERASMUS+-Konditionen treffen und austauschen können.“

Ruppert Stüwe, zuständiger Berichterstatter auf spdfraktion.de

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